Fußball: Die Schule fürs Leben

Als Trainer/in VORBILD sein

Ein GROSSES VORBILD sein, das ist es, worauf Trainer/innen gerade im Kinder- und Jugendbereich achten müssen. In diesem Altersbereich prägt die Verhaltensweise der direkten Bezugsperson (egal ob Eltern, Erzieher, Lehrer) ganz entscheidend die Ausprägung eigener Charaktereigenschaften und Lebensweisen,  es wird vieles nachgemacht (richtiges und falsches) und der Weg fürs spätere Leben wird vorgezeichnet. (Siehe dazu auch die Beiträge TORE und KLASSE KERL)

Auch wenn es nichts Schöneres gibt, als Trainer/in zu sein,  sollten diese immer daran denken, dass sie unter ständiger „Beobachtung“ stehen und nicht nur ihr fachliches Wissen, sondern mehr noch Vorleben und Vormachen gefordert sind. Und dies auf dem Platz, an der Seitenlinie, in der Kabine und auch im Vereinsheim.

Eigenschaften und Aufgaben eines idealen Trainers können wie folgt beschrieben und unter dem Begriff G.R.O.S.S.E.S. V.O.R.B.I.L.D wie folgt zusammengefasst werden.

  • G erecht und Geduldig

  • R uhig

  • O ptimistisch

  • S pass haben und zeigen

  • S chützt seine Mannschaft und Spieler

  • E ngagiert

  • S ich selber treu bleiben

  • V ertrauenswürdig und Verlässlich

  • O ffen

  • R espektvoll

  • B erechenbar

  • I nspirierend

  • L iebt seine Aufgabe (und Spieler), Lacht und Lobt viel!

  • D iszipliniert

Beispiele für vorbildliche Trainer/innen sind z.B. auch Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Jogi Löw (siehe meinen Beitrag Jogi Löw als VORBILD), aber auch Silvia Neid, die gerade bei der laufenden WM in Canada sich als echte Persönlichkeit zeigt.

Klare Regeln und Konsequenzen helfen Trainer/innen und Spieler

Unabhängig von „menschlicher“, respektvoller und vorbildlicher Mannschaftsführung sind klare Regeln und Konsequenzen für das Funktionieren einer richtigen Mannschaft unabdingbar! Die meisten Spieler brauchen diese sogar, um sich wohl zu fühlen.

  • Dulden Sie auf der anderen Seite aber auch nicht, dass sich Spieler ihren Spaß und ihre Erfolgserlebnisse zu Lasten ihrer Kameraden holen.

  • Fordern Sie Mannschaftsgeist, Respekt, Disziplin, Fair Play und auch den Willen zur Leistungssteigerung. Geben Sie dazu Ihre ehrliche Anerkennung bei positivem Verhalten.

  • Unterbinden Sie übermäßige Aggressivität (ggü. Mit-/Gegenspielern, Schiedsrichter, etc).

  • Stellen Sie Regeln auf und erklären Sie diese den Spielern. Am besten ist es, wenn Regeln und Konsequenzen („Strafen-Katalog“) von Spielern und Trainer gemeinsam erarbeitet, überwacht und „eingeklagt“ werden.

Am meisten hilft dabei aber wieder das Vorbild/Vorleben. Wenn Trainer/innen immer unpünktlich sind, rauchen, Alkohol konsumieren oder ständig den Schiedsrichter und/oder Spieler beschimpfen, dürfen sie sich nicht beschweren, wenn die Spieler ihnen auch dabei „nacheifern“.

Konsequent sein, Zeichen setzen.

  • Konsequenzen für Nichtbeachtung von Regeln müssen durchgeführt werden, ansonsten sind diese wirkungslos.

  • Auch wenn das Spiel vielleicht verloren geht, nimm doch einfach mal Deine zwei Streithähne, auch beim Stand von 0:0 zehn Minuten vor Schluss, vom Platz. Was meinst Du, wie deren Kameraden dieses Thema für Dich positiv erledigen!

  • Und wenn alles nichts hilft, denk daran: Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb! Je früher Du Dich von Egozentrikern trennst (wenn all Deine Versuche nichts gefruchtet haben), umso besser für Deine Mannschaft und auch für Dich. Dies auch, wenn Du den angeblich besten Spieler verlierst, oder es der Sohn des Vereinspräsidenten ist.

4 Gedanken über “Als Trainer/in VORBILD sein

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