Fußball: Die Schule fürs Leben

Trainer: Es gibt nichts Schöneres!

Ein guter Trainer ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne guten Trainer!

Nicht nur im Abstiegs-/Aufstiegskampf in den Bundesligen hat man wieder gesehen, dass der Trainer einer Mannschaft eine herausragende Rolle bezüglich Erfolg oder Misserfolg  spielt.
Gerade in unterklassigen Vereinen und ganz speziell bei Kinder- Jugendmannschaften sind sie zusätzlich oft die Hauptansprechpartner (als Ersatz für Familie, Lehrer, Ausbilder,…) für die Spieler und übernehmen damit eine ganz besondere Vorbildfunktion.
Trainer und Betreuer bestimmen mit ihrem Verhalten maßgeblich die Bildung/ Weiterentwicklung der unter T.O.R.E. beschriebenen Eigenschaften (Teamgeist, Ordnung, Respekt, Einsatz) und übernehmen damit wichtige, pädagogischen Aufgaben, welche eigentlich durch die dazu ausgebildeten Personen (z.B. Lehrer( und/oder dem Elternhaus) ausgeübt werden sollten (Siehe auch Beitrag K.L.A.S.S.E.   K.E.R.L.).

Trainer und Betreuer sind es, die

  • als direkte Bezugsperson gerade Kinder/Jugendliche besonders prägen (positiv oder negativ)
  • fast täglich mehrere Stunden im direkten Kontakt mit den Spielern sind.
  • im Training und Spiel direkt „Lob und Tadel“ erteilen.
  • Konfliktsituationen (Training, Spiel, Mit-Gegenspieler, Schiedsrichter,…) entsprechend lösen müssen.
  • Selbstbestätigung/Erfolgserlebnisse und Frustration direkt auslösen (z.B. durch Aufstellung auf der „Lieblingsposition“ oder „Ersatzbank

Deswegen (aus Sicht des Trainers):

  • Sei Dir von Anfang an klar, warum Du diese Aufgabe übernimmst.
  • Sei begeistert von Deiner Aufgabe: „Wer selber nicht brennt, kann auch bei anderen kein Feuer entfachen!

Trainer zu sein, bedeutet nicht nur das „Kleine 1×1“ des Fußballs zu lehren, sondern vor allem:

  • mit Menschen umgehen wollen und können.
  • Ansprechpartner für Spieler und deren Bezugspersonen (z.B. Eltern) zu sein.
  • mit Niederlagen aber auch mit Siegen umgehen zu können.
  • als VORBILD aufzutreten (am Platz und außerhalb).
  • Freude und Geduld an langfristigem Erfolg zu haben, und Erfolg nicht nur an simplen Resultaten zu messen (v.a. im Kinder-/Jugendbereich).
  • eine Mannschaft bilden, führen und zusammenzuhalten zu können.
  • Talente sowohl einzeln zu fördern, als auch in die Mannschaft zu integrieren.

Trainer (v.a. im Kinder-Bereich) zu sein bedeutet NICHT:

  • seine im Berufsleben angestaute Aggressivität am Fußballplatz auszuleben.
  • Spieler als „Material“ oder austauschbare Befehlsempfänger zu behandeln.
  • dem Erfolg alles zu opfern (z.B. die Gesundheit der Spieler oder seine eigene)

Lass dir aber auch nicht auf der Nase herumtanzen!

  • Sei konsequent und berechenbar
  • Lass dich nicht von Spielern erpressen
  • Handle überlegt und rechtzeitig
  • Fordere (versprochene) Unterstützung von den Vereinsverantwortlichen (oder Eltern) ein, nimm auch die Spieler in die Pflicht

Was es eigentlich heisst, ein richtiges VORBILD zu sein, beschreibe ich in meinem kommenden Beitrag.

3 Gedanken über “Trainer: Es gibt nichts Schöneres!

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